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Die Osteoporose zählt weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und wird durch die steigende Lebenserwartung der Menschen ein noch größeres Ausmaß annehmen. Sowohl Frauen als auch Männer können betroffen sein. Bislang wird die Erkrankung unterschätzt und zu wenig ernst genommen.

Was ist Osteoporose?

Die Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der es zu einem Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau kommt. Aufgrund vieler verschiedener Einflüsse kommt es zu einem vermehrten Abbau des stabilen Knochenskelettes und zu einer Reduzierung der Knochenarchitektur. Der Knochen wird brüchig, unelastisch und die Stabilität nimmt ab.

Osteoporose 1 Durch die vielen Knochenbälkchen wird der Knochen stabil und belastbar.
Osteoporose 2 Bei einer Osteoporose werden die Knochenbälkchen abgebaut. Der Knochen wird brüchig und instabil.

Was sind die Folgen?

Durch die verringerte Stabilität kann es zu vielfältigen Brüchen der Knochen kommen, ohne dass ein entsprechender Sturz o.ä. aufgetreten sein muss. Am häufigsten ist davon die Wirbelsäule betroffen. Hier kommt es zu sehr schmerzhaften Brüchen mit langwierigen Verläufen. Auch ohne Bruch führt die Osteoporose zu starken chronischen Schmerzen im Rücken und anderen Gelenken. Kommt es zu einem Sturz, ist die Gefahr eines Bruches sehr hoch. Durch die Osteoporose kommt es häufig neben Wirbelkörperbrüchen auch zu Brüchen des Oberschenkelhalses und des Handgelenkes, die sofort operiert werden müssen.

Osteoporose Bei deutlicher Osteoporose halten die Wirbelkörperknochen der Belastung nicht stand. Es kommt zu Brüchen der Wirbelkörper mit Verformung und starken Schmerzen.

Was kann ich tun?

Osteoporose ist kein Schicksal, sondern eine Erkrankung. Zu glauben, dass gegen diese Erkrankung kein „Kraut gewachsen“ sei, ist falsch. Ziel der heutigen Medizin ist es, die Osteoporose oder deren Entstehung frühzeitig zu erkennen um sie möglichst sinnvoll zu behandeln.
Die Basis der Prävention und Therapie besteht aus drei Säulen:

Ernährung:
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und wenig Fleisch dient dem Körper für eine konstante Versorgung mit dem wichtigen Vitamin D und Kalzium. Gerade kalziumreiches Mineralwasser sorgt für eine ausreichende Zufuhr von Kalzium im Blut. Rauchen schädigt direkt den Knochen.

Bewegung und Sport:
Durch lockere Bewegung und Sport werden Knochen trainiert und die Muskulatur gestärkt. Knochen, die belastet werden, werden stabiler und fester. Gleichzeitig sinkt durch die Strärkung der Muskulatur die Sturzgefahr. Knochen, die nicht bewegt werden, bauen sich sehr schnell ab.

Medikamente:
Ist eine Osteoporose bei Ihnen diagnostiziert worden, gibt es spezielle Medikamente, die den Abbauprozess im Knochen hemmen und den Knochenaufbau unterstützen. Damit kann eine Zunahme der Osteoporose verhindert, die Erkrankung verlangsamt oder die Knochendichte wieder verbessert werden. Diese Medikamente müssen jedoch über Jahre eingenommen werden.

Wann habe ich eine Osteoporose?

Um eine Osteoporose zu diagnostizieren und das Knochenbruchrisiko einzuschätzen, bedarf es einer Knochendichtemessung. Diese DEXA (Dual Energy x-ray Absorptiometrie) ist eine einfache aber genaue Untersuchungsmethode, um die Knochendichte an der Wirbelsäule und an den Hüften zu messen. Bis heute ist es der „Goldstandard“ und wird von der Weltgesundheitsorganisation und den Osteoporose-Dachverbänden empfohlen.
Neben der Knochendichtemessung gibt es viele Risikofaktoren (Rauchen, Rheuma, Osteoporose der Eltern, Cortisoneinnahme u.a.), die in die Analyse eingehen. Erst mit der Knochendichtemessung und allen bestehenden Risikofaktoren kann der Arzt die Diagnose Osteoporose stellen und eine Therapie einleiten.

Wird die DEXA Messung übernommen?

Die Knochendichtemessung wird nur in einigen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Aus Qualitätsgründen haben wir bewusst auf eine kassenärztliche Zulassung verzichtet. Die Knochendichtemessung kann in unserer Praxis durchgeführt werden. Anschließend erfolgt eine genaue Analyse der Messung sowie des individuellen Risikoprofiles.
Die Abrechnung der Behandlung erfolgt – gesetzlich geregelt - nach den Gebührenordnungen für Ärzte (GoÄ).

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jeder Zeit zur Verfügung.