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Wie viele andere Therapieformen kommt das Kinesio-Taping aus dem asiatischen Bereich. Hier ist es eine etablierte Behandlungsmethode mit einem breiten Therapiespektrum. In der Sportmedizin ist das Kinesio-Taping seit Jahren eine wichtige Säule in der Behandlung von Gelenk- und Muskelverletzungen. Seither hat sich diese Therapie immer weiter in den orthopädischen Bereich integriert und ist aus der konservativen Therapie nicht mehr wegzudenken.

Kinesio-Taping Anlage eines Kinesio-Tapes bei einem schmerzhaften Tennisellenbogen.

Was ist ein Kinesio-Tape?

Das Kinesio-Tape ist ein ca. 5 cm breiter Pflasterstreifen, welcher auf Basis hochwertiger Baumwolle hergestellt wird und eine ähnliche Elastizität hat wie die menschliche Haut. Das Tape ist luft- und wasserdurchlässig und klebt mittels einer speziellen Acrylklebeschicht sehr gut auf der Haut.
Aufgrund seiner Wasserbeständigkeit verbleibt das Tape auch beim Duschen, Waschen und beim Baden auf der Haut und verrichtet so bis zu 10 Tage seine Arbeit.

Wie wirkt ein Kinesio-Tape?

Das Kinesio-Tape wird nach verschiedenen Grundtechniken in Spannung auf das erkrankte Areal aufgeklebt. Bei Bewegung des Patienten zieht es sich durch seine elastischen Eigenschaften zusammen und wirkt so an den oberflächlichen Hautschichten wie eine sanfte Bindegewebsmassage. Dadurch werden die Rezeptoren aktiviert und die Blut- und Lymphgefäße erweitert.

Es kommt zu:

  • einer Spannungsänderung der Haut
  • Aktivierung der Muskulatur über die Rezeptoren
  • Erhöhung der Durchblutung
  • Erhöhung des Lymphabflusses.

Gleichzeitig stabilisiert es die Gelenke spürbar und führt so zu einer Homogenisierung der Gelenkbewegung.

Kinesio 2 Die elastischen Kinesiotapes gibt
es in verschiedenen Farben.

Bei Welchen Erkrankungen kann das Kinesio-Taping angewendet werden?

  • Muskelverletzungen
  • Muskelverspannung
  • Fibromyalgiesyndrom
  • Spannungskopfschmerz
  • Beschwerden an der Hals-, Brust-, Lendenwirbelsäule
  • Schulterschmerzen
  • Engpass-Syndromen der Schulter
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Tennisarm
  • Golferarm
  • Daumengelenkarthrose
  • Kniearthrose
  • Kniescheibenproblemen
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Umknickverletzungen des oberen Sprunggelenkes
  • Lymphabflussproblem
  • Blutergussbehandlung

Wie häufig soll eine Kinesio-Tape Therapie durchgeführt werden?

Eine Tape-Anlage bringt häufig sehr schnell eine gute Linderung der Beschwerden. In der Regel sollten mindestens drei Tape-Anlagen erfolgen, um eine effektive und langfristige Wirkung zu erzielen. Um dies zu gewährleisten, wechseln wir die Tapes einmal pro Woche.

Wer übernimmt die Kosten?

Die Kosten für eine Kinesio-Tape Therapie werden in den meisten Fällen von den privaten Krankenkassen übernommen. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich in der Regel nicht an den Kosten dieser individuellen Gesundheitsleistung. Fragen Sie dennoch gerne bei Ihrer Krankenkasse nach.
Die Abrechnung der Behandlung erfolgt – gesetzlich geregelt - nach der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ).

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jeder Zeit zur Verfügung.